Die Argumente der „Antifa“

Die Oldenburger sog. „Antifa“ ist fleißig dabei, sich neue Freunde zu machen: In den frühen Morgenstunden des Himmelfahrtstages warf vermutlich einer von ihnen ein mit roter Farbe gefülltes Glasbehältnis gegen die Fassade des Wohnhauses, in dem ein früherer Sprecher unseres Kreisverbandes wohnt. Das Behältnis zersplitterte, so dass die Farbe und zahlreiche Scherben auf die vor dem Haus geparkten Autos und auf die Pflasterung fielen. Der eigentlich Gemeinte erlitt keinerlei Schaden, da ihm weder das Haus noch einer der Pkw gehören. Die Opfer der Attacke waren völlig Unbeteiligte, vor allem junge Mitbewohnerinnen des Hauses, deren Autos durch Scherben zerkratzt und durch Farbe verunstaltet wurden. Gefährdet wurden darüber hinaus drei Hunde und eine Katze, die in dem Haus leben und durch die Scherben schlimme Wunden hätten erleiden können.

Diese Gefahr wurde indes beseitigt: In einer gemeinsamen Putzaktion wurden die Scherben aufgelesen, die Autos so gut es ging gesäubert und die Pflasterung geschrubbt. Dabei ergab sich die Gelegenheit zu vielen Gesprächen, vor allem über die mutmaßlichen Urheber des Anschlags und die Kraft ihrer Argumente. Die Polizei wurde herbeigerufen, und alle Geschädigten stellten bei den kurz darauf eintreffenden freundlichen Beamten Strafantrag wegen Sachbeschädigung. Bei allem Ärger über die allem Anschein nach sprachunfähigen Zeitgenossen, die für ihre Wut kein anderes Ventil wissen als blinde Gewalt, hatte deren destruktiver Ausbruch doch auch positive Folgen: die Stärkung der Verbundenheit unter den Hausbewohnern und die Gewissheit, dass Gewalt gegenüber der Vernunft auf Dauer das Nachsehen haben wird. (vi)