Pressemitteilung: AfD fordert gesetzlich vorgeschriebene Altersfeststellung bei jungen Asylbewerbern – Einsparungen von über 100 Millionen Euro pro Jahr alleine für das Land Niedersachsen möglich

Zahlreiche junge Menschen beantragen in Deutschland Asyl als unbegleitete minderjährige Asylbewerber und legen dabei kein amtliches Dokument vor, das ihr Alter angibt. Viele dieser jungen Menschen geben dann allerdings bei ihrem Asylantrag an, deutlich unter 18 Jahre alt zu sein.

Dies bringt ihnen zahlreiche Vorteile im Asylverfahren: Dazu zählen unter anderem der Schutz vor Abschiebung, eine bessere Unterbringung und Betreuung und eine leichtere Familienzusammenführung. Für die Bundesländer führt dies jedoch zu wesentlich höheren Kosten – bis zu 5250 Euro pro Person pro Monat.

Alleine zwischen November 2015 und Januar 2017 sind 4.927 junge Menschen als Asylbewerber nach Niedersachsen gekommen. Für diese Gruppe betragen die jährlichen Ausgaben rund 310 Millionen Euro.  „Wir fordern nun, eine verbindliche, gesetzlich festgeschriebene Altersprüfung für alle jungen Asylbewerber einzuführen, um festzustellen, ob sie tatsächlich unter 18 sind“, sagt Jens Ahrends, AfD-Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag aus der Gemeinde Edewecht. In Ländern wie Österreich (dort ist die Altersprüfung bereits seit 2010 Pflicht) und Dänemark habe sich gezeigt, dass sehr viele Asylbewerber bei der Antragsstellung falsche Angaben machten – bis zu 74 Prozent. „Wir könnten so alleine in Niedersachsen mehr als 100 Millionen Euro einsparen, wenn die Altersfeststellung zur Pflicht würde“, so Ahrends. Denn die finanziellen Aufwendungen für einen erwachsenen Asylbewerber seien sehr viel niedriger als die für jugendliche.

Zudem würde die Verurteilung bei Straftaten dann nach Erwachsenenrecht erfolgen, und Abschiebungen wären möglich. „Es spricht also alles dafür, umgehend eine gesetzliche Pflicht zur Altersfeststellung einzuführen.“ Die AfD werde einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen. „Wir fordern alle anderen Parteien auf, diesem Antrag, der klar im Sinne der Bürger und Steuerzahler ist, zuzustimmen“, erklärt der AfD-Abgeordnete. (we)