Pressemitteilung: AfD-Fraktion fordert in Entschließungsantrag Zulassung von Naloxon für den Polizeidienst – Abgeordneter Ahrends: Vor allem für ermittelnde Beamte im Drogenmilieu sehr wichtig

Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag fordert in einem Entschließungsantrag die Zulassung von Naloxon für den Polizeidienst. Hintergrund ist, dass Polizeibeamte, die im Drogenmilieu ermitteln, sich der Gefahr aussetzen, mit gefährlichen bis tödlichen Drogen in Berührung zu kommen.

Eine dieser Drogen ist dabei Carfentanyl, ein todbringendes Suchtmittel, welches inzwischen auch auf dem deutschen Rauschgiftmarkt Einzug gehalten hat. Das synthetische, meist in China hergestellte Opioid wird aufgrund seines niedrigen Preises und seiner Wirksamkeit von Drogendealern immer häufiger verwendet, um das wesentlich teurere Heroin zu strecken. Bereits der Hautkontakt mit nur wenigen Partikeln der synthetischen Droge kann dabei tödlich sein.

Ein wirksames Gegenmittel stellt Naloxon dar, welches in den USA bereits im Polizeidienst, in medizinischen Notfallberatungen sowie in Drogenberatungsstellen eingesetzt wird. Der morphinähnliche Wirkstoff ist in Form von Nasenspray einfach mitzuführen und anzuwenden und wirkt innerhalb weniger Sekunden. Die sofortige Verabreichung des Antidots kann bei einer Opioid-Vergiftung Leben retten. In Deutschland ist Naloxon bisher jedoch nicht zugelassen.

„Das kritisieren wir klar und fordern daher die baldmögliche Zulassung von Naloxon in Deutschland“, sagt Jens Ahrends, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag. Der Landtag solle daher die Landesregierung auffordern, sich bei der Bundesregierung für die Zulassung des Antidots Naloxon in Deutschland einzusetzen und Naloxon nach erfolgter Zulassung in Form von Nasenspray für den Einsatz im Polizeidienst freizugeben und Polizeibeamte, welche im Drogenmilieu ermitteln, entsprechend mit dem Wirkstoff auszustatten.

„Damit würden die gesundheitlichen Gefahren für die Ermittler bei ihren schweren Aufgaben im Drogenmilieu wesentlich verringert“, betont Ahrends. „Und als verantwortliche Politiker aller Parteien sind wir dazu verpflichtet, alles zu tun, was unseren Polizisten bei ihrer zunehmend komplizierter werdenden Arbeit hilft.“ (we)