Pressemitteilung: Jens Ahrends, innenpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, lehnt von der CDU geplante Ankerzentren für Asylbewerber im Land ab – Asylanträge besser außerhalb der EU prüfen

Jens Ahrends, AfD-Landtagsabgeordneter aus der Gemeinde Edewecht und innenpolitischer Sprecher der Fraktion, lehnt die von der CDU-Landtagsfraktion vorgeschlagenen Ankerzentren für Asylbewerber in Niedersachsen, darunter möglicherweise auch in Oldenburg, ab.

„Damit wird kein einziges Problem wirklich gelöst“, sagt Ahrends. Denn das Hauptproblem bestehe ja darin, dass die Abschiebungen nach dem Ende des Asylverfahrens nicht funktionierten. „Ein Großteil der abgelehnten Asylbewerber bleibt trotzdem bei uns im Land. 2017 waren es bundesweit noch nicht einmal 24.000 Personen, die in ihre Heimatländer zurückgebracht wurden, eine im Verhältnis zu den Ausreisepflichtigen sehr geringe Zahl“, erläutert der AfD-Abgeordnete. Zudem sei es kaum möglich, die Sicherheit in den geplanten großen niedersächsischen Ankerzentren mit bis zu 750 Asylbewerbern zu garantieren. „Wir haben zuletzt in Ellwangen und anderswo gesehen, wie schnell der Frust der Menschen in einer solchen Asyl-Einrichtung in Gewalt umschlagen kann. Das möchten wir weder unserer Polizei, die dafür gar nicht die Kapazitäten hat, noch der Bevölkerung in den angrenzenden Städten zumuten“, betont Ahrends.

Die AfD setze daher auf ein ganz anderes Konzept. „Asylanträge müssen außerhalb der EU in extra dafür geschaffenen Zentren in Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas gestellt und überprüft werden. Dadurch werden zum einen die Schlepperaktivitäten unterbunden, und die Menschen begeben sich nicht mehr auf eine gefährliche Seereise über das Mittelmeer. Zum anderen entfällt das Problem der Abschiebung, da Menschen, deren Asylantrag nicht genehmigt wird, direkt von dort aus nach Hause gebracht werden können“, betont Ahrends. Eine Rückführung sei so wesentlich leichter zu bewerkstelligen und zudem bei den Antragsstellern auch nicht mit einem „Gefühl des massiven Scheiterns“ verbunden wie bislang. „Wenn man aus Nordafrika oder dem Nahen Osten in die Heimat zurückkehrt, ist das etwas ganz Anderes, als aus Europa zurückzukehren“, meint Ahrends. Berechtigte Antragssteller für politisches Asyl würden dagegen nach Abschluss des Verfahrens dann die Möglichkeit haben, legal und ungefährdet in die EU einzureisen.

Darüber hinaus müsse die EU auch endlich massiv in die Bildung in den Hauptherkunftsländern der Asylbewerber investieren. „Was spricht eigentlich dagegen, von der EU finanzierte und evtl. mit Lehrpersonal ausgestattete Universitäten oder praktische Bildungszentren in afrikanischen Ländern zu betreiben? Dadurch würden viele junge Leute eine Perspektive erhalten und sich erst gar nicht auf den gefährlichen Weg nach Europa machen. Afrikas Zukunft liegt eindeutig in Afrika“, ist Ahrends überzeugt. (we)